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Psychosoziale Notfallversorgung

Von der Notfallbetreuung zum Kriseninterventionsdienst

Der 1994 gegründete Krisendienst in Trägerschaft des BRK und Seelsorgern des katholischen und evangelischen Dekanats Fürstenfeldbruck lief bis 2010 lief unter dem Namen „Notfallbetreuung Fürstenfeldbruck“. 

Seit Anfang 2010 ist nun das neue gemischte Team aus Mitgliedern des Kriseninterventionsdienstes des BRK und aus Seelsorgern unter dem allgemein bekannten Namen KID bzw. NFS im Einsatz.

Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV):

Die psychosoziale Notfallversorgung kümmert sich um Betroffene (KID) und Einsatzkräfte (PSNV-E), die während der Notfallsituation bzw. auch des Einsatzes ein psychisches Trauma erlitten haben.

Sie dient dazu traumatischen Stress bei Betroffenen bzw. Einsatzkräften zu reduzieren, so dass diese später möglichst keine psychischen Folgeschäden erleiden.

Kriseninterventionsdienst (KID) /Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene PSNV-B:

Im Rettungsdienst, Sanitäts- und Betreuungsdienst, sowie im Rahmen der Wasserrettung kommen wir immer wieder mit Menschen in Kontakt, die sich in einer außergewöhnlichen psychischen Belastungssituation befinden.

Aufgabe unserer Kriseninterventions-Dienstes ist es, Auswirkungen psychischer Traumatisierungen bei direkt Betroffenen, Angehörigen oder Beteiligten, möglichst frühzeitig (evtl. noch am Notfallort) durch entsprechende Maßnahmen zu reduzieren.

Krisenintervention versteht sich daher als Präventivmaßnahme gegen das Aufkommen einer eventuellen posttraumatischen Belastungsstörung als mögliche Folge einer akuten Belastungsreaktion.

Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte PSNV-E (SbE / CISM):

Psych. Stressbearbeitung für Einsatzkräfte wird in den USA schon seit über 20 Jahren praktiziert. Nicht erst seit Ramstein 1988 bzw. Eschede 1998 ist auch in Deutschland bekannt, dass viele Einsatzkräfte enorm unter ihren quälenden Erinnerungen an Extremsituationen leiden.

Niemand weiß, wie viele Menschen deshalb vorzeitig aus ihrem Beruf ausgeschieden sind oder gesundheitliche Beeinträchtigungen hinnehmen müssen, Schwierigkeiten in ihren Beziehungen oder ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung erfahren oder die Freude am Leben bzw. Arbeiten in ihrem Beruf oder ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit verloren haben.

Einsatzstress-Interventionen wollen vor allem traumatischen Stress vorbeugen, diesen ggf. lindern, die Genesung beschleunigen und die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte möglichst erhalten.